Kinshasa, die Hauptstadt Kongos, ist die drittgrößte Metropole Afrikas mit etwa 11 Millionen Einwohnern. Trotz der überwältigenden Einwohnerzahl gibt es dort nur zwei große staatliche Krankenhäuser, eine Universitätsklinik sowie vier kleinere Krankenhäuser.
- Zur alltäglichen medizinischen Grundversorgung findet man einige Gesundheitsstationen am Straßenrand, jedoch entsprechen diese nicht dem internationalen medizinischen Standard.
- Die medizinische Versorgung ist daher für die Mehrheit der dort lebenden Menschen keinesfalls gewährleistet, was den Alltag ungemein erschwert.
- Besonders die Bewohner der ruralen Gebiete haben unter diesen Missständen zu leiden.
- Zu oft fehlen Möglichkeit und Mittel einen Arzt im Stadtzentrum aufzusuchen.
- Die Infrastruktur in der Peripherie um Kinshasa ist mangelhaft, was die Konsultierung eines dort ansässigen Arztes extrem erschwert.
- In der Regel müssen kilometerlange Fußmärsche unter der glühenden Sonne zurückgelegt werden, um zu einem Mediziner zu gelangen.
- Täglich sterben unzählige Menschen an Bagatell-Krankheiten, besonders betroffen sind schwangere Frauen und Kinder. Werdende Mütter haben meistens keine Vorsorgemöglichkeiten, sodass Kind und /oder Mutter oft an vermeidbaren Komplikationen während der Geburt sterben müssen.
-Die Lebenserwartung einer Frau liegt im Kongo bei 45 Jahren gegenüber einem afrikanischen Durchschnitt von 55 Jahren. Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren liegt im subsaharischen Afrika bei erschreckenden 10 % (vgl. Deutschland mit etwa 1 %).
Das Elend der Menschen im Kongo ist erdrückend. Täglich sieht sich das Land mit zahlreichen Tragödien konfrontiert, wie dem Bürgerkrieg im Osten, schweren Krankheiten (HIV/AIDS, Malaria etc), Hungersnot und dem kollabierenden Gesundheitssystem.
Die Bereiche Gesundheitswesen und Bildung werden vernachlässigt. Es gibt keine staatliche Hilfe für die privaten Haushalte. Die Menschen sind auf Hilfe anderer angewiesen und leben Tag für Tag in Ungewissheit was das Morgen bringt. „Man wurschtelt sich so durch.“
Viele in kongolesischen Universitäten ausgebildete Ärzte und Ärztinnen, die die Möglichkeiten haben, verlassen das Land und gehen ins Ausland, um dort Arbeit zu suchen. Jungen Medizinern fehlen erfahrene Kollegen und Kolleginnen.
Frauen tragen die Zukunft Afrika in ihren Händen! Dennoch sind sie durch ihre soziale Stellung besonders benachteilig.
Vor diesem Hintergrund sieht "LISUNGI" seine Aufgabe im Bereiche der Gesundheitsförderung und der Unterstützung von Frauen und Kindern, die gesellschaftlich benachteiligt werden. Durch die Gewähleistung einer medizinischen Grundversorgung, sowie Schwangerschaftsuntersuchungen und Geburtsvorbereitungen glaubt die LISUNGI den ersten wichtigen Grundstein für eine anhaltende Besserung der sozialen Strukturen legen zu können.
Zitat: "Reichtum ist den Kongolesen geschenkt. Doch oft verhindern Krieg und Unfrieden ein Leben in Fülle. Es sind vor allem die Frauen und die Kinder, die zum Opfer von Gewalt werden. Frauen stehen oft als Witwen ohne Rechte da und junge Mädchen ohne eine Chance auf Bildung und perspektivlos. Dabei sind Frieden und Versöhnung die Basis für ein erfülltes Leben für uns alle."


